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Steuernews

Brexit und was passiert jetzt?

Nachdem Großbritannien abgestimmt hat und für den Austritt aus der Europäischen Union ist, wie geht es da weiter? Der Austritt aus der EU ist, wie auch der Eintritt, nicht von einem Tag auf den anderen. Allerdings sollten sich Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen oder Verbindungen zu Großbritannien haben auf die Auswirkungen vorbereiten.

Zuerst muss Großbritannien dem Europäischen Rat die Austrittsabsicht mitteilen. Danach werden die Einzelheiten des Austrittes und die künftigen Beziehungen und Abkommen verhandelt. Der Austritt ist dann mit dem Austrittsabkommen vollzogen. Sollte dieses Abkommen nicht innerhalb von zwei Jahren zustandekommen, sind alle Europäischen Verträge nach dieser Zeit nicht mehr anwendbar. Somit wäre Großbritannien politisch und wirtschaftlich kein Teil Europas mehr.

Wie das Verhältnis zwischen der Europäischen Union und Großbritannien nach dem Austritt ist wird sich erst über die nächsten zwei Jahre herausstellen. Hier kommt es für Unternehmen darauf an, ob Großbritannien nach dem Brexit im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) beitritt. Diese beiden Abkommen sind die wesentlichen Grundvoraussetzungen für viele wirtschaftliche Erleichterungen.

Diese Erleichterungen sind in den Bereichen Umsatzsteuer (innergemeinschaftliche Lieferung), Importe (Zölle) und Einkommen- und Körperschaftsteuer (Wegzugsbesteuerung & Quellensteuer) stark ausgeprägt. Bevor aber Verhandlungen über den Brexit und die künftigen Abkommen begonnen haben sind die Auswirkungen nicht klar. Also heißt es vorerst abwarten und Tee trinken.

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